Vom Menschsein und der Buga 2019

„Mach es wie Gott werde Mensch“

Klaus Hemmerle

Wir waren bei der Bundesgartenschau in Heilbronn. Ein Ausflug mit der ganzen Familie, den wir total genossen haben. Das Wetter war super, die Spielplätze vielseitig und der aufgeschüttete Strand hat uns für diesen Moment in den Urlaub versetzt. Es roch nach Sonnenmilch, vor meinen Augen glitzerten die feinen Wellen in der Sonne. Ich hörte Kinder jauchzen und plantschen. Ich spürte die Wärme auf meiner sich langsam färbenden Haut und fast schon konnte ich das Salz auf den Lippen schmecken. (ein paar armselige Versuche den Tag mit dem Smartphone für euch festzuhalten, seht ihr unten.)

Der Ausflug zur Bundesgartenschau ist schon ein paar Wochen her, aber ein Satz ist in meinem Kopf hängen geblieben. Ein Spruch auf einer Tafel beim Kirchengarten. Wir sind nicht stehen geblieben, aber dieser im Vorbeigehen aufgeschnappte Spruch hat sich irgendwie in meinem Kopf fest gesetzt. Bei einem zweiten Besuch in Heilbronn auf der Buga habe ich extra für euch noch ein Foto gemacht.

„Mach es wie Gott, werde Mensch“ stand da. Nur 6 Worte und doch steckt da so viel mehr dahinter. Warum musste Gott Mensch werden?

Na klar, damit er für uns am Kreuz sterben konnte. Als einziger Mensch völlig unschuldig stellvertretend für die Schuldigen. Aber musste er als Baby kommen? Hätte er nicht als erwachsener Mann auf die Erde kommen können? Wie die Engel bei Abraham? Wie Adam und Eva? Einfach da sein, erledigen was er vor hatte und wieder gehen. Das wäre für ihn doch kein Problem gewesen.
Warum also musste Gott Mensch werden?
Ich denke durch den Sündenfall hatten die Menschen vergessen und verlernt Menschen zu sein. Durch die Sünde ist alles entstellt und verzerrt, mit Lügen durchzogen. Wir Menschen wissen selbst nicht mehr was es bedeutet Mensch zu sein. Wir scheitern an unseren Beziehungen, weil wir als Menschen keine Ahnung mehr haben wie Menschen sind, was Menschen brauchen und wie man Menschen behandeln sollte. Ich finde es so paradox, dass die Menschheit sich Jahrtausende lang damit beschäftigt heraus zu finden, wie ein Mensch funktioniert. Wäre es nicht viel natürlicher, wenn wir das wüssten? Wir verstehen nicht nur die Menschheit als solche oder unsere Nächsten nicht. Was ja ok wäre, sind wir doch alle sehr unterschiedlich. Aber wir verstehen uns nicht einmal selbst.

Gott kam also auf die Erde und wurde der menschlichste Mensch, den es je gab. Er wurde uns zum Vorbild. Er lebte uns das Menschsein vor. Und damit hat er alles verändert. Wenn man sich Literatur, Psychologie, Philosophie und auch viele Religionen anschaut, wird klar, dass Jesus alles auf den Kopf gestellt hat, was die Menschen jemals dachten zu wissen. Und doch sind wir immernoch echt schlecht darin Menschen zu sein.

Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild

Philipper 2,5 (HfA)

Weiter heißt es in der neuen Genfer Übersetzung: „Er, der Gott in allem gleich war (V. 6) … verzichtete auf alle seine Vorrechte … Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. (V. 7) … Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt. (V. 13) … Wenn ihr als Kinder Gottes mitten in dieser verdorbenen und heillosen Welt vorbildlich lebt, werdet ihr unter euren Mitmenschen wie Sterne am Nachthimmel leuchten. (V. 15)“

Ist das nicht wunderbar? Er hat uns nicht nur für die Ewigkeit gerettet und uns hier der ganzen kaputten Welt überlassen, damit wir im Himmel vollkommen und heilig bei ihm sein können. Nein, er hat uns auch alles gezeigt und gesagt, damit wir hier auf der Erde schon die Menschen werden können, wie er sie bei der Erschaffung der Welt gedacht hat. Er hat es vorgelebt und hilft uns es nachzumachen, uns verändern zu lassen, anderen vorzuleben und ihn zu verherrlichen.

Damit seine gute Nachricht für die Welt hörbar, sichtbar und begreifbar wird, (ge)braucht Jesus uns. Wir dürfen wie Sterne am Nachthimmel leuchten. In all dem Leid, der Bosheit und der Dunkelheit, dürfen wir Licht sein. Wir dürfen leuchten. Hoffnung und Heiligkeit ausstrahlen. Unser ganzes Leben kann, wenn wir uns ein Beispiel an Jesus nehmen, ein einziger großer Pfeil sein, der auf Jesus zeigt. Das ist auch gar nicht schwer. Wenn wir die Bibel aufschlagen und sie uns zum Lebensratgeber nehmen, kindlich glaubend, gehorsam tun was darin steht, können wir nur gewinnen. Wir werden einen Unterschied machen, wie ein leuchtender Stern am schwarzen Himmel.

Dieses Kapitel im Philipperbrief ist voller Tipps, wie Gott sich das Menschsein und das Miteinander von Menschen gedacht hat:

  • gegenseitig ermutigen
  • in Liebe trösten
  • Gemeinschaft haben
  • Mitgefühl und Erbarmen haben
  • Nicht gegeneinander aufbringen lassen
  • allen mit GLEICHER Liebe begegnen
  • auf das gemeinsame Ziel ausrichten
  • keine Rechthaberei und Überheblichkeit
  • demütig von anderen höher denken, als von sich selbst
  • auf das Wohl der anderen bedacht sein
  • Gott gehorchen mit Respekt und Ehrfurcht
  • Unzufriedenheit und Streitsucht verbannen
  • tadelloses Leben führen (frei von allem Bösen)
  • an der Botschaft festhalten, die zum Leben führt

Wenn ich das lese und mir vorstelle, dass wir uns alle so verhalten würden, habe ich eine Ahnung davon wie schön es im Paradies hätte werden können und welch eine herrliche Atmosphäre uns im Himmel erwartet. Ich denke, dass Paulus da auch eine Ahnung hatte und diese ihm so viel Kraft gegeben hat, dass er am Ende des Abschnitts aus dem Gefängnis heraus schreiben kann:

Und selbst wenn ich zum Tod verurteilt werde und sterben muss, werde ich mich freuen. … Ja, auch dann werde ich mich freuen. Außerdem habe ich ja teil an der Freude, die euch alle erfüllt. Macht ihr es doch genauso: Freut euch, und nehmt teil an meiner Freude!

Philipper 5, 17-18

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber in letzter Zeit habe ich den Eindruck, als wäre das Menschsein etwas ganz Schlechtes. Die Medien geben mir dieses negative Bild und dazu passend negative Gefühle. Die Menschen sind es, die die Schöpfung zerstören, Menschen verkaufen andere Menschen, Menschen töten ihre ungeborenen Kinder, Menschen betrügen, hetzen, mobben, schüren Angst und wir haben Angst. Menschen verletzen Menschen.

Das war seit dem Sündenfall so. Aber das muss nicht so sein. Wenn ich die Bibel aufschlage, einen Blick auf den Menschen Jesus werfe, wird mir klar, dass es Hoffnung gibt. Hoffnung für die Menschheit und für jeden Einzelnen. Jesus wird wiederkommen und alles neu machen. Und bis dahin dürfen wir uns von Paulus Freude anstecken lassen und unsere Aufgabe hier erfüllen:

Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.

Philipper 5, 11

Deshalb sind wir Menschen und deshalb wurde Gott Mensch. Also mach es wie Gott, werde Mensch!

Wasser tropft aus dem Holzstapel
Durchs Schaukeln wird Strom erzeugt und die Flächen mit bewegten Bildern versehen
Wasserspielplatz am Floßhafen
Kletternetze in der Schallschutzwand
Klettern an der Schallschutzwand
Die Kinder hören sich spannende Geschichten
über wichtige Persönlichkeiten aus der Vergangenheit an

Ein Kommentar zu „Vom Menschsein und der Buga 2019

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