Vom Schmerz in mir

Eveline Wilms

Ich bin verletzt, verwirrt. Irgendwie weiß ich gar nichts mehr. Ich bin verzweifelt. Meistens ist für mich alles klar. Aber manchmal bin ich völlig durcheinander. Irgendwann als ich so durcheinander war, mich selbst nicht mehr verstand und völlig überfordert war von den vielen Eindrücken, den Unmengen unwahrer Nachrichten und meinen eigenen Gedanken, war da ein Schrei in mir, den ich Jesus vor die Füße warf: „Ich kann nicht mehr. Ich weiß nichts mehr. Ich verstehe nichts mehr.“ Ich stellte mich an die Spüle und kämpfte mit dem verkrusteten Blech, als wäre dieser Dreck Schuld an dem Chaos in meiner Seele. Nach und nach entstand in meinen Gedanken ein Lied. Es dauerte den ganzen Tag bis ich irgendwann bei den letzten Zeilen ankam und sie von Herzen singen und glauben konnte. „Er weiß was ich fühle. Er versteht mich. Er heilt jeden Schmerzt.“

Nun bin ich ein unfassbar unmusikalischer Mensch, doch Jesus macht das nichts. Er nimmt mein Lied an, auch wenn ich die Töne nicht treffe. Und in meinem Kopf klingt es eh viel besser 🙂

Das alles ist schon viele Monate her. Aber diese Woche geht es mir wieder so. Ich bin voller Selbstzweifel, überfordert und verwirrt und da ist mir wieder dieses Lied eingefallen. Es ist nur ein Entwurf. Ich wollte es irgendwann mal besser formulieren, aber dazu bin ich nie gekommen. Es ist also noch gar nicht fertig, aber so ist das Leben ja auch. Eine Rohfassung, nicht immer schön und rhythmisch.

Vielleicht kennst du auch dieses Gefühl. Dann will ich dir heute sagen, dass es jemanden gibt, der dich wirklich versteht und gerne Licht ins Dunkel bringt und Ordnung in deiner Seele schafft.

„Bei dir ist die Quelle allen Lebens, in deinem Licht sehen wir das Licht.“

Psalm 36,10

Da ist ein Schmerz in meinem Herzen.
Da ist ein Schmerz in meiner Seele.
Da ist ein Schmerz ganz tief in mir.
Siehst du was ich fühle?
Hörst du wie es riecht?
Schmeckst du was ich sagen will?

Manchmal fühlt er sich an wie ein leerer Bauch. Wie ein Hunger nach mehr und mehr. 
Dann esse ich so viel ich kann und trinke viel zu viel.
Ich fühl mich vollgestopft und trotzdem völlig leer.

Da ist Leere in meinem Herzen.
Da ist Leere in meiner Seele.
Da ist Leere ganz tief in mir.
Siehst du was ich fühle?
Hörst du wie es stinkt?
Schmeckst du was ich sagen will?

Manchmal fühlt sie sich an wie Einsamkeit. Wie allein und verlassen sein.
Dann stelle ich mich in die Menge. Schrei Parolen wie sie.
Ich fühle mich als Teil und trotzdem ganz allein.

Da ist Einsamkeit in meinem Herzen.
Da ist Einsamkeit in meiner Seele.
Da ist Einsamkeit ganz tief in mir.
Siehst du was ich fühle?
Hörst du wie es riecht?
Schmeckst du was ich sagen will?

Manchmal fühlt sie sich an wie ein schwarzes Loch. Es will mehr und saugt mich leer.
Dann schrei ich um Hilfe und frage nach dem Sinn.
Ich fühle Finsternis und hoffe auf ein Licht.

Da ist ein Loch in meinem Herzen.
Da ist ein Loch in meiner Seele.
Da ist ein Loch ganz tief in mir.
Siehst du was ich fühle?
Hörst du wie es stinkt?
Schmeckst du was ich sagen will?

Da kommt Jesus in mein Leben und in mein Herz. Er ist Licht und vertreibt Finsternis.
Dann macht er alles neu und bringt Leben in mein Herz.
Ich fühl mich frei und absolut geliebt.

Jetzt heilt Jesus all meine Schmerzen.
Jetzt füllt Jesus all meine Leere.
Jetzt kommt Jesus in meine Einsamkeit.

Jetzt wohnt Jesus in meinem Herzen.
Jetzt wohnt Jesus in meiner Seele.
Jetzt wohnt Jesus ganz tief in mir.
Er weiß was ich fühle.
Er hört was ich sag.
Und versteht auch was ich sagen will.

Die Welt hat eine Antwort auf den Schmerz in mir und dir.
Du darfst alles sein und alles machen was du willst. Hauptsache der Schmerz schweigt still und riecht nach roten Rosen.
Doch hör nicht auf ihren Rat. Still Einsamkeit nicht mit Leere und ersetz den Schmerz nicht mit einem schwarzen Loch.

Lad Jesus in dein Leben ein! Lass ihn in dein Herz.
Er macht alles neu und heilt jeden Schmerz!

Eveline Wilms

Jesus sagt: „Deshalb verwende ich Gleichnisse, wenn ich zu ihnen rede. Sie sehen und sehen doch nichts, sie hören und hören und verstehen trotzdem nichts.

An ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas: ‚Hört nur zu, ihr versteht doch nichts; / seht nur hin, ihr werdet trotzdem nichts erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, / ihre Ohren hören schwer, / und ihre Augen sind zu. / Sie wollen mit ihren Augen nichts sehen, / mit ihren Ohren nichts hören / und mit ihrem Herz nichts verstehen. / Sie wollen nicht umkehren, dass ich sie heile.‘

Ihr aber seid glücklich zu preisen! Denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.“

Matthäus 13, 13-16

5 Kommentare zu „Vom Schmerz in mir

  1. Wunderschön geschrieben, liebe Eveline, dein Text hat mich gerade sehr berührt. Haben wir nicht alle so eine ungestillte Sehnsucht in uns? Als ob wir unbewusst wissen, dass wir eigentlich nicht für die Welt in diesem Zustand und ohne Gottes Gegenwart geschaffen sind? Ganz liebe Segensgrüße, Johanna

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Eveline, ich hatte diese Woche schon ganz ähnliche Gedanken und Gefühle. Aber ich fange an zu verstehen, dass ich nicht den Überblick und Einblick in alles haben muss, abgesehen davon würde mich das überfordern. In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Wir können uns nur demütigen unter die mächtige Hand Gottes, indem wir alle Sorgen auf ihn werfen, denn er sorgt für uns. Was maße ich mir an, wenn ich alles verstehen will? Weißt Du, ich bin ja auch gerne weise und es fuchst mich, wenn ich keinen Durchblick habe und nix Schlaues beitragen kann….
    Ich will IHM vertrauen lernen.

    Gefällt 1 Person

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